Ernten, Lagern und Feiern

15. Dezember 2015

Wir laden euch ein zu einem kurzem Spaziergang über die herbstlichen Felder, hinein ins Lager bis hin zu unserer Weihnachtsfeier. Das Wetter hat uns im Herbst viele Gedanken und Kopfzerbrechen gebracht. Fast alle Kulturen standen im Herbst gut auf dem Feld.. Nun haben wir keine Möglichkeit technisch zu kühlen. Also haben wir möglichst lange gewartet mit der Ernte bis die Temperaturen sinken, aber zu lange warten ging auch nicht, da wir sonst bei einem frühem Wintereinbruch die Ernte nicht mehr geschafft hätten. Vor der bunten Herbstlandschaft leuchtet freudig der Kohl und die Möhren um die Wette, bevor wir sie liebevoll herausgezogen, abgedreht oder abgeschnitten haben.

Wir hatten im großen und ganzen eine gute Ernte, welche wir in Holzgroßkisten vom Feld in unserem Lagerraum gebracht haben. Kühlung bei uns funktioniert so...Tür nachts auf und Tags wieder zu. Als nun alles im Lager war...begannen die Temperaturen wieder anzusteigen, so dass statt den gewünschten 0-1°C nun tlw über 10°C im Lager waren und nun schon im Dezember das Gemüse wieder begonnen hat auszutreiben und tlw. stark abzubauen. Der positive Nebeneffekt: im November in der Sonne Mittagessen mit leichter Bekleidung ;)

Fazit...wieder mal: jedes Jahr ist anders!!! Und das wir über eine technische Kühlmöglichkeit nachdenken um die schlaflosen Nächte zu reduzieren und die Qualität im Lager möglichst lang zu erhalten.

Bei unserer kleinen Weihnachtsfeier hat nicht ein Schneesturm sondern ergiebiger Dauerregen uns in kleiner Runde um das Herdfeuer gedrängt....bei Kerzen und Plätzchen haben wir uns auf die Weihnachtszeit eingestimmt...in welcher wir Kraft für das neue Jahr tanken wollen. Und  wir hoffen natürlich auf baldigst fallende Temperaturen.

In diesem Sinne euch allen ein Licht in der Dunkelheit und viel leckeres Gemüse.

Und wie man eine richtige Umarmung von Herzen macht, zeigen euch unsere Möhren !

 

Weitere Bilder anzeigen Bilder ausblenden

deinHof hat was ausgeheckt

7. Dezember 2015

Nun haben die Felder von deinHof eine Haut bekommen...welche in den kommenden Jahren immer größer, dichter und bunter werden wird. Mit viel Energie haben wir gemeinsam eine ca 230m lange Hecke entlang der Niederwarthaer Straße gepflanzt. Dank der großen Zahl an Menschen und der Freude und Lust am pflanzen haben wir bis zum Mitagessen und den beginnenden Schauern alle Pflanzen in die Erde gebracht und uns beim gemeinsamen Suppenschmaus gefreut.

Nun werden in den kommenden Jahren verschiedene Rosen, Ginster, Weißdorn, Felsenbirne, Wacholder,Schlehen, Weiden, Johannisbeeren, Sanddorn u.a. wachsen, blühen und fruchten. Im hinteren Bereich, Richtung Norden (damit keine große Beschattung auf die Felder entsteht) können wir uns freuen auf Hasel, Wildbirne, Wildapfel, Kornelkirsche, Maulbeere, Pfaffenhütchen, Speierling und Eberesche u.a.

Danke an Lars, der die Hecke planerisch begleitet hat und an all die Begeisterten.

 

Weitere Bilder anzeigen Bilder ausblenden

Bericht zum Workshop "Kompostieren - eine Reise durch den Magen des Gartens"

28. Oktober 2015

Am 19. Oktober haben sich bei uns auf dem Hof ca. 30 Menschen getroffen um am Workshop " Kompostieren - eine Reise durch den Magen des Gartens", der von den Seitentrieben (http://www.dresden-pflanzbar.de/seitentriebe/) im Rahmen des Umundu-Festivals (www.umundu.de) organisiert wurde. Vielen Dank an den Referenten Sebastian Pomm für die informative Veranstaltung. Einen ausführlichen Bericht zum Workshop findet ihr auf der Seite des Gartennetwerkes:

http://www.dresden-pflanzbar.de/2015/10/kompostieren-lassen-nicht-kompost-machen/

Gärtnern im Frühherbst

28. September 2015

Mit jeder Woche werden die Tage kürzer und die Sonne verliert langsam ihre Kraft. Die Winterkulturen wachsen noch ein Sück, bekommen ihre volle Reife und warten auf die bevorstehende große Ernte.

In den kalten Nächten sammelt sich die feuchte Luft im Elbtal und fließt als Nebel des Morgens über die dampfende Elbe und unsere Felder. Noch ein paar wenige winterharte Kulturen wie Feldalat, Spinat, Postelein, Wintersalat und Asiasalat wurden noch gesät und/oder gepflanzt und gehackt.

Zum Erntedankfest haben wir zusammmen das Sauerkrautfest gefeiert und ca 180l Kraut gehobelt, gestampft und in Fässer abgefüllt, was in den nächsten Wochen durch die Milchsäurebakterien zu leckerem Sauerkraut reift.

Nach dem ersten größeren Frost jetzt Mitte Oktober verabschieden sich alle wärmeliebenden Kulturen (Zuchhini, Tomaten und Paprika) bis zum nächsten Jahr mit einem Schauspiel aus Eisblumen.

Komm mit und lass dich verzaubern von den herrlichen Lichtstimmungen im Herbst.

Weitere Bilder anzeigen Bilder ausblenden

deinHof Hoffest am 12.09.2015

20. August 2015

Wir sind keine Gemüsekiste. Wir sind eine Gemeinschaft und das wollen wir auch leben! Und am Besten macht man das mit einem Fest! :) . Wir wollen die Gelegenheit nutzen, um unsere Nachbarn einzuladen, um unseren Mitgliedern "Danke" zu sagen, um allen Interessierten "Das machen wir" zu sagen.

Aus diesem Grund sind alle herzlich eingeladen einen spannenden Tag mit uns zu verbringen.

Wir wollen den Tag mit VorträgenWorkshops und Führungen gestalten aber auch für Spiel, Sport und Spaß ist gesorgt. Beim gemeinsamen Abendessen werden wir auch unser gutes Gemüse verarbeiten, bevor wir dann mit Musik und Lagerfeuer den Tag ausklingen lassen.

Das Programm:

14:00   Beginn  
14:30 Führungen   Hofführung – die Vielfalt der Felder entdecken
16:00 Musik Live-Musik
17:00 Workshop Spatendiagnose
17:30 Führungen Hofführung – die Vielfalt der Felder entdecken
19:00 Musik Live-Band

 

außerdem erwarten dich:

  • Kuchen, Getränke, leckeres Essen, vegane Mitmachküche mit Hofgemüse, Apfelsaft zum Selberpressen
  • Kinderreiten, balancieren auf der Slackline, Gemüse-Quiz
  • Lagerfeuer mit Knüppelteig
  • Visions-Workshop zum Hof
  • Erntedank-Ritual
  • viele herzliche Menschen

 

Und hier findet das Ganze statt:


Größere Kartenansicht

Gärtnern im Hochsommer

11. August 2015

Schon im zweiten Jahr zeigt sich, dass kein Jahr ist wie das andere. In den letzten Wochen hat uns u.a. die große Trockenheit und Hitze beschäftigt. Da Bewässern zur Zeit nur bis maximal 9 Uhr und abends nach 19 Uhr möglichst ist, gab es einige Nachtschichten auf dem Hof. Bei Bewässerung bei stärkerer Sonne kommt es sehr schnell zu Verbrennungen an den Blättern (Wassertropfen gleich Lupe) und die Verdunstung ist sehr hoch, dass nur wenig Wasser in tieferen Erdschichten ankommt. Die Pumpe im Brunnen musste auch schon abgesenkt werden und wir hoffen, dass er die Dürre durchhält. Einen Teil der im diesen Jahr neu dazugekommenen Flächen ist noch nicht mit Bewässerungssträngen ausgestattet...so haben wir viel Zeit damit verbracht diese mit Kreisregner zu bewässern. Bis jetzt gibt es deutliche Vertrocknungen bei Kürbis, Mais und Rote Bete....aber auch die anderen Kulturen leiden unter der großen Wärme , da sie gerade jetzt einen hohen Wasserbedarf haben, da sich viele Kulturen in ihrer Hauptwachstumsphase befinden. Wie stark sich diese Trockenperiode auf die Erträge auswirkt werden wir dann alle bei der Ernte im Herbst sehen.

Trotz der Hitze wächst dieses Jahr viel Beikraut, vor allem auf den neu dazugekommenen Flächen, da dort in den letzten Jahr eine millionenzahl von Samen ausgefallen ist und nun zum Keimen kommt. Hacken und Jäten ist neben den wöchentlichen zu bewältigenden Erntemengen die Haupttätigkeit. Das Beikraut scheint auch die Hitze besser zu tolerieren als die Gemüsekulturen und wächst munter weiter. Die erste größere Kultur für Herbst und Winter freut sich über die Wärme: Die Zwiebeln können gut abtrocknen und wir hoffen auf eine gute Lagerfähigkeit.

Wir hoffen weiterhin auf Regen und sind für jeden Regentanz dankbar.

Weitere Bilder anzeigen Bilder ausblenden
Anne am vergnügt am Waschplatz

Anne am vergnügt am Waschplatz

unser neuer Packplatz vor der neuen Tür im Lagerraum

unser neuer Packplatz vor der neuen Tür im Lagerraum

der grüne Teppich von Beikräutern auf den neuen Flächen vorm Hacken

der grüne Teppich von Beikräutern auf den neuen Flächen vorm Hacken

blühender Salat zur Saatgutvermehrung

blühender Salat zur Saatgutvermehrung

Knoblauchtrocknung laut Chelo nach spanischer Art

Knoblauchtrocknung laut Chelo nach spanischer Art

mmmmmmm die ersten Frühkartoffeln

mmmmmmm die ersten Frühkartoffeln

ersehnte Abkühlung

ersehnte Abkühlung

Zwiebeln beim Trocknen auf dem Feld

Zwiebeln beim Trocknen auf dem Feld

Anne vergnügt mit dem Kreisregner

Anne vergnügt mit dem Kreisregner

Trockenschäden am Kürbis 2

Trockenschäden am Kürbis 2

vertrockneter Mais 1

vertrockneter Mais 1

vertrockneter Mais 2

vertrockneter Mais 2

Trockenschäden am Kürbis 1

Trockenschäden am Kürbis 1

Anne vergnügt in den Tomaten

Anne vergnügt in den Tomaten

Knoblauchzöpfe verschönern den Hof

Knoblauchzöpfe verschönern den Hof

gärtnern im Juni 2015

30. Juni 2015

Möhren säen, Möhren jäten, Rote Bete säen, Rote Bete jäten, Rote Bete nachsäen, Kürbis säen, Kürbis hacken, Kürbis nachsäen... Tomaten ausgeizen, Gurken wickeln, erste Zucchini ernten und erste Gurken - mmh, der Sommer beginnt. Ein neuer Durchbruch mit Tür für unser Lager. Ein Kompostkloworkshop. Ein Frühlingsfest im Regen. Grubbern gegen Quecke dann gegen Winde. Beete vorbereiten für Pflanzungen, erste abgeerntete Beete mulchen, grubbern und Gründüngung einsäen. Vorgewende mähen, Ränder sensen, ein wenig eigenes Mulchmaterial. Kohl Pflanzen, Kohl hacken. Netze aufdecken, Netze zudecken. Die Fläche füllt sich. Auf Regen warten. Auf Sonne warten.

Weitere Bilder anzeigen Bilder ausblenden

Ein Kompostklo für deinHof

17. Juni 2015

In Zusammenarbeit mit dem Dresdner GartenNetzwerk war dazu für das erste Juniwochenende ein Workshop angesetzt worden.

Als Teilnehmer kamen einige Mitglieder von deinHof, aber auch andere interessierte GärtnerInnen, Bastler und Baumeister. Leider nicht alle, die zugesagt hatten, so daß Henry noch mal einen Hilferuf per Email absetzte.

Die Referenten Sebastian und Tobias vom Ufer-Projekte Dresden e.V. hatten bereits Erfahrungen mit der Realisierung einer solchen Baulichkeit im Gemeinschaftsgarten Johannstadt gesammelt. Sie haben dieses Vorhaben geplant und im Vorfeld schon alles Notwendige organisiert und zurechtgelegt.

Als sie uns zu Beginn des Workshops ihre Planung vorstellten, verbanden sie dies mit Überlegungen zu den globalen Problemen der Menschheit, die es in den Griff zu bekommen gilt. Uns wurde klar, welcher Luxus und auch Unsinn es ist, unsere Hinterlassenschaften mit Trinkwasser wegzuspülen und daß es viel besser wäre, diese wieder direkt in den Kreislauf zurückzuführen. Leider wird derzeit (noch) zu viel über Autos und deren Funktionalitäten nachgedacht und geforscht (also immer mehr immer Neues zu Lasten knapper Ressourcen entwickelt) und zu wenig über die Rückgewinnung und Wiederverwendung des Vorhandenen nachgedacht und geforscht.

Das Prinzip der Komposttoilette in Kürze:

Die flüssigen Bestandteile werden bereits bei der „Eingabe“ von den festeren Bestandteilen getrennt aufgefangen. Erstere werden ein noch zu errichtendes Beinwell-Beet düngen, wodurch schnell Biomasse für Gründüngung heranwachsen kann. Die Feststoffe ergeben bei Mischung mit Sägespänen oder Laub und Erde nach Lagerung von ca. 2 Jahren einen guten Kompost.

Nach dieser theoretischen Einführung ging es ans Werk. Kaum vorzustellen war es für uns, dieses ehrgeizige Projekt an einem Wochenende zu schaffen, da es zunächst auch nicht so schnell voranging. Es waren bis zu 30°C Hitze, zum Glück gab es auch einige Schattenplätze und eine erfrischende Wasserspritze. Als dann aber zu Mittag schon die Pfosten standen und wir begannen, die ersten Latten anzuschrauben und anzunageln, konnten wir schon ahnen und hoffen, daß es uns doch gelingen könnte.

Tom kümmerte sich am Samstag um die Pausenversorgung. Es gab frischen Salat „vom Hof“ und ein Mangold-Linsengemüse. So gestärkt konnten wir weiter werkeln.

Als Baumaterialien verwendeten wir auch alte Schalbretter von der Art, welche bereits die Decken des Wirtschaftsgebäudes zieren. Alte Nägel wurden zurecht geklopft und auch die Dach-Schindeln waren schon mal woanders vernagelt gewesen. Nur als Sitz war „auf besonderen Wunsch“ ein neuer Buchenholz-Deckel gekauft worden.

Der Sonntag begann kühler und regnerisch, das besserte sich aber schnell und wir waren sowieso froh gelaunt.

Auch wenn nicht mehr so viele Helfer da waren und außer Monika auch niemand mehr dazu kam, lief die Arbeit dann schon eingespielter; jeder sah, wo es anzupacken galt, und so ging es, Hand-in-Hand, gut voran. Viele kleine Einzelheiten konnten parallel gebastelt werden: der Wasserkanister, welcher das Regenwasser zum Hände waschen sammelt, wurde von Annett besonders hübsch bemalt; das Waschbecken wurde angebracht, ein Tritt für die kleineren Benutzer gebaut, Klopapierhalter gesägt und geflochten, die Schubkarre ausgebessert; auf das Dach erst die Latten, dann die Schindeln festgenagelt; der Eingang über der „Saloon-Schwingtür“ wurde zunächst provisorisch mit einem Vorhang geschlossen und das „Innenleben“, also der Sitz und die Apparatur zum Trennen und Ablaufen zusammengefriemelt und getestet. Allerdings war die Sache bis 18 Uhr, dem planmäßigen Ende, doch nicht ganz zu schaffen, also verlängerten wir noch etwas, um ein funktionsfähiges Ergebnis übergeben zu können.

Ganz zum Schluß setzten wir uns noch einmal zusammen und Sebastian gab einige interessante Informationen über Kompostierung und Terra Preta (Schwarzerde nach Art der Amazonas-Indianer). Dann ließen wir die beiden Tage noch mal kurz Revue passieren und freuten uns stolz über das Ergebnis.

Ganz herzlichen Dank an alle, die geholfen haben, insbesondere an Sebastian und Tobias für die exzellente Vorbereitung und Durchführung.

(von Andrea)

Weitere Bilder anzeigen Bilder ausblenden

gärtnern im Mai 2015

12. Mai 2015

nun steht es und ist bepflanzt unser neues Folienzelt, juhu! seit März haben wir immer wieder mit der Unterstützung verschiedenster Menschen daran gearbeitet, dass nun die Tomaten, Gurken und Paprika ein neues und großes Dach über dem Kopf haben. Außerdem haben wir sie mit Silage gemulcht, damit das Wasser besser im Boden gehalten wird, möglichst kein Unkraut keimt und die Bodetiere immer etwas zu futtern haben. Jetzt werden die Kulturen angebunden, Tomaten und Gurken werden an Stricken hochgeleitet. 

Draußen werden diese Woche schon die ersten Salate fertig, auch Radieschen und Spinat können geerntet werden und die Erbsen wachsen drauf los. Die Folienzelten in Cossebauede werden nun geräumt, die letzten Kohlrabi und Mairübchen ernten wir diese Woche, die nächsten kommen dann bald aus dem Freiland. 

Unser Gärnterteam hat sich erneut erweitert und ist nun für dieses Jahr komplett: Herzlich Willkommen Albrecht.

Weitere Bilder anzeigen Bilder ausblenden
Aufbau Folienzelt

Aufbau Folienzelt

das Gärtnerteam

das Gärtnerteam

Erbsen

Erbsen

Salate im Freiland

Salate im Freiland

Tomaten anbinden

Tomaten anbinden

mulchen

mulchen

die neuen Zeltbewohner

die neuen Zeltbewohner

Pause

Pause

wenn ich groß bin...

wenn ich groß bin...

die Hälfte ist geschafft

die Hälfte ist geschafft

eine Windböe

eine Windböe

Folie aufziehen

Folie aufziehen

Firstrohr montieren

Firstrohr montieren

mulchen der Frühkartoffeln

mulchen der Frühkartoffeln

gärtnern im April 2015

14. April 2015

es wird gemulcht und gegrubbert zur Beetvorbereitung, es wird gepflanzt, gesät, gehackt und gejätet - die Gärtnersaison ist wieder voll und ganz da. Das Lager hingegen wird sich in den nächsten Wochen gänzlich leeren. Nach den ersten Radieschen kommen jetzt auch die ersten Salate aus den Folienzelten in Cossebaude. Der Grünkohl vom letzten Jahr ist noch mal gut gewachsen und wurde jetzt komplett geerntet bevor er in Blüte geht. 

Weitere Bilder anzeigen Bilder ausblenden
Traktor mit Grubber

Traktor mit Grubber

Anne beim Säen

Anne beim Säen

Anne beim Säen

Anne beim Säen

Grünkohl

Grünkohl

Grünkohl im Himmel

Grünkohl im Himmel

erste Freilandsalate

erste Freilandsalate

abgeernteter Grünkohl

abgeernteter Grünkohl

Rückblick zur Bieterrunde 2015

7. April 2015

Nach einem gelungenen ersten Anbaujahr fand am Sonntag dem 01. März die Bieterrunde für das zweite Jahr im Saal des Kinder- und Jugendhaus Emmers statt. Wo sich hier letztes Jahr zu dieser Zeit ca. 90 Personen versammelten, wollten dieses Jahr 130 Ernteanteile vergeben werden. Neben vielen alten Gesichtern, waren so auch viele neue Mitglieder dabei, die die Hof-Gemeinschaft erweitern wollen. Da einschließlich der weiteren mitgebrachten und eingeladenen Personen und Kindern, die Zahl der Anwesenden die Erwartungen überstieg, wurde es doch etwas kuschelig in dem Saal. Aber schlussendlich fanden doch alle einen Platz und nach einer Begrüßung mit Musik und einem Jahresrückblick, startete die erste Bieterrunde.

Die Pause für die Auszählung der Gebote wurde genutzt, um sich am Buffet zu stärken. Auch hier machte sich die große Personenanzahl bemerkbar, jedoch wurde man nach dem Anstehen mit tollen Leckereien, die wie immer von den Mitgliedern mitgebracht wurden, belohnt.

Das Ergebnis der ersten Auszählung ergab, dass das benötigte Gesamtbudget durch die Gebote noch nicht ganz gedeckt wurde, sodass eine zweite Bieterrunde nötig wurde. Die Auszählphase wurde diesmal genutzt, um den von einigen Mitgliedern gedrehten Film über solidarische Landwirtschaft zu zeigen, in dem vor allem GärntnerInnen unseres und ähnlicher Projekte zu Wort kamen.

Da bei dem zweiten Durchgang immer noch ein paar Cent pro Ernteanteil zum Erreichen des Gesamtbudgets fehlten, folgte eine dritte Bieterrunde. Bei der erneuten Auszählungsphase, wurden mit allen Mitgliedern Themen für einen im Anschluss an den offiziellen Teil statt findenden „Open Space“ zusammengetragen. Hierbei wurde unter anderem Interesse zu Fragen nach der Organisationsstruktur des Projekts, zur Anbauplanung und zur Möglichkeiten zur Einbeziehung von Kindern in das Projekt bekundet.

Das Ergebnis der dritten Bieterrunde fiel positiv aus: Das Budget des nächsten Anbaujahres stand! Das wurde durch herzliche Worte und schöne Gesten gefeiert, bevor sich einige Mitglieder, nicht ohne den Vertrag für das nächste Jahr zu unterschreiben, auf den Weg nach Hause machten. Eine erfreuliche Anzahl von etwa 35 Personen blieb jedoch zum „Open Space“ um in Gruppen über die oben genannten Themen zu diskutieren.

Allgemein war die Bieterrunde für mich eine gelungene Veranstaltung mit guter Stimmung und leckerem Essen. Außerdem freue ich mich natürlich, dass es auch dieses Jahr wieder geklappt hat, das Budget gemeinschaftlich und solidarisch zu tragen. Dass für das nächste Jahr ein größerer Raum her muss, ist jedoch allen klar geworden.

Ich möchte mich an dieser Stelle noch einmal bei allen, die die Bieterrunde organisiert haben bedanken, sowie bei unseren Gärtnernden für… naja für alles halt ;-) Aber auch ein Dank an alle Mitglieder dafür, dass wir das Budget so reibungslos zusammen bekommen habe. Ich freu mich auf das nächste Jahr bei deinHof mit euch!

Text: Anna Lena S

Bilder: Benjamin H

Weitere Bilder anzeigen Bilder ausblenden

Rückblick zum Moderations- und Konsensworkshop

27. Februar 2015

Für ein solidarisches Projekt wie unseren deinHof ist es sehr wichtig, dass wir Mitglieder Formen und Wege finden, gemeinsam Ideen zu entwickeln und Entscheidungen zu fällen, die von möglichst vielen - besser sogar allen - Menschen getragen und verantwortet werden. Unsere Satzung sieht für die Plenumsentscheidungen das Konsensprinzip vor. Dazu ist es nötig, dass alle betroffenen Menschen ausreichend am Entscheidungsprozess teilhaben können. Das stellt klare Anforderungen an Moderations- und Entscheidungsverfahren.

In unserer Gründungsphase sowie unserem ersten gemeinschaftlichem Jahr haben wir sehr viele wertvolle Erfahrungen mit partizipativer Gruppenkommunikation sammeln können. Aus dem Bedürfnis heraus diese Erfahrungen strukturierter zu reflektieren und die Verantwortung für die Moderation von Kommunikationsprozessen stärker zu teilen, haben 15 interessierte Mitglieder unserer Gemeinschaft am Sonnabend, den 21. Februar einen eintägigen Moderations- und Konsensworkshop durchgeführt. Zur Unterstüzung konnten wir das Leipziger Kollektiv für Gruppenprozessbegleitung ModeM gewinnen. Das Protokoll dazu findet ihr im Bereich der AG Bildung.

Der inhaltliche Schwerpunkt des Workshops lag auf den vielfältigen Aspekten von Gruppenmoderation. Wir haben uns über die passende Grundhaltung einer Moderator*in verständigt, über besondere Herausforderungen im Verlauf einer Veranstaltung, z.B. das Ankommen der Menschen, Diskussionsregeln und Handzeichen, Aufteilung in Kleingruppen, Umgang mit Phasen der Ermüdung oder Gestaltung eines Abschlusses. Das ModeM Kollektiv brachte eine ganze Reihe interessanter und lebendiger Methoden mit, die wir gleich direkt mit uns selbst ausprobiert haben, u.a.:

  • Soziometrische Aufstellung
  • Gruppenfindung durch pantomimisches Spiel
  • Plakatdiskussion
  • Energizer "Platz wechseln"
  • Kleingruppenaufteilung und -arbeit
  • Metatier

 

Im kleineren zweiten Teil stellte uns das ModeM Kollektiv mit dem Vierfaktorenmodell der Themenzentrierten Interaktion eine Möglichkeit zur Vorbereitung und Strukturierung von Gruppenveranstaltungen vor. Nach diesem Modell ist die gleichzeitige Berücksichtigung der vier Faktoren Ich, Wir, Thema und Kontext für das Gelingen eines Gruppenprozesses notwendig. Insbesondere am Anfang einer Veranstaltung wird für das Ich gesorgt, sodass sich auch alle Menschen gut aufgenommen fühlen können. Am Ende des Workshops fand sich noch ausreichend Gelegenheit die Grundsätze und Herangehensweisen bei Konsensentscheidungen zu besprechen und praktische Tipps vom ModeM Kollektiv abzufragen :)

Der Workshop verlief in einer ausgesprochen gelösten und angeregten Atmosphäre - eine gute Voraussetzung für ein tieferes Vernetzen in unserer jeweiligen Erfahrungsstruktur. Einen wichtigen Anteil daran hatte das ModeM Kollektiv durch ihre stets kompetente und wertschätzende Weise zu kommunizieren. Für uns ein lebendiges Beispiel, wie gute Moderation sein kann. Vielen Dank dafür!

Zum Schluss möchte ich gerne noch ein paar persönliche Aha-Momente bzw. Erkenntnisse aus dem Moderations- und Konsensworkshop mitteilen:

  • In den ersten 20 Minuten nichts machen, was mensch sich merken muss.
  • Unklare Verhaltensweisen direkt ansprechen und klären, z.B. wenn eine Person herum geht.
  • Die Moderation rettet die Gruppe nicht.
  • Plakate immer schön abdecken und erst aufmachen, wenn alles fertig gesagt ist :)
  • Bei deinHof könnten wir Moderation durchrotieren und möglichst vielen Menschen hier Erfahrung und Lernen ermöglichen.
  • Immer mal wieder zurücktreten und die Stimmung der Gruppe wahrnehmen.
  • Spezialrollen wie Feedbackgeber*in oder Stimmungssensor*in vergeben.

 

(Von Jens S.)

Weitere Bilder anzeigen Bilder ausblenden