Auf das uns der Lauch nie ausgeht

3. Juli 2017

Ich hoffe, ihr mögt Lauch.
Viel Lauch.
Im Sommer, im Herbst und im Winter.
Roh, gebraten, gebacken oder gekocht.
Als Salat, zu Kartoffeln, im Eintopf, in der Suppe, auf dem Brot oder überm Auflauf.
Zum Frühstück, zum Mittag, zum Abendbrot und für Zwischendurch.
Wer kennt nicht den Spruch: „Lauch kann man nie genug haben“ (oder so ähnlich)?

Unter Lisas fürsorglichem Kommando krochen zahlreiche Mitglieder Anfang Juli mit Pflanzen in der einen und exakt 14 cm langen Holzstäbchen in der anderen Hand über den Acker. Bei so viel Engagement wurde das Tagesziel (Pflanzung von massenhaft Lauch) bereits bis zum Mittag erreicht.

Gestärkt, mit Vitaminen vom Feld und aus dem Folienzelt sowie leicht verdaulichen Kohlenhydraten aus dem Topf, ging es an die Zusatzaufgaben, die Lisa für solche Fälle immer parat hat. Niemand soll behaupten können, er habe sich an einem Mitmachtag gelangweilt oder unfreiwillig Däumchen gedreht! Blitzschnell wurden also noch drei endlos lange Reihen mit Wirsing gepflanzt. Und da wir gerade so schön in Schwung waren, konnten wir bei Lisas enthusiastischem Vorschlag „Mindestens eine Reihe Kohlrabi schaffen wir noch, oder?“ nur nicken. Wer sollte uns schon stoppen? Doch nicht diese langsam herannahende, läppische, dunkelblaue Gewitterwolkenfront.
Nun ja.
Ganz so langsam war sie nicht. Läppisch auch nicht. Seit Samstag ist gewiss: Regen kann weh tun.

Wenn ihr also in ein paar Monaten mit Genuss in einen handballgroßen Superschmelz beißt, legt eine kleine Gedenksekunde für die Jungen und Mädchen ein, die bei der Pflanzung viele trockene Klamotten und den Glauben an  federleichte Sommerschauer verloren haben.  

 

von Anne K.

Weitere Bilder anzeigen Bilder ausblenden

Ein Herz für Kohlpflanzen

19. Juni 2017

Punkt 11 Uhr am Freitag ging bei allen Mitgliedern unserer Hofgemeinschaft ein elektronischer Hilferuf der Gärtnerschaft ein. Es wurden viele liebevolle Hände gesucht, die all den kleinen verwaisten Weißkohlpflänzchen am Samstag ein neues Zuhause suchen und ihnen die Eingewöhnung in ihrer neuen Umgebung so leicht wie möglich machen würden. Der verzweifelte Appell trieb zahlreiche Kohlliebhaber- und Kohlliebhaberinnen auf den Hof und knietief in das Silagebeet. Bei so viel Zuneigung werden aus den Lütten ganz bestimmt gesunde und lebensfrohe erwachsene Köpfe, die über die plumpen Annäherungsversuche von Kohlfliege, Kleinem Kohlweißling und Kohlmotte nur müde lächeln und ihre Verantwortung als leckeres Sauerkraut ernst nehmen.

Wer danach noch etwas Liebe übrig hatte, konnte das Silagebeet für den Rotkohl- und Spitzkohlnachwuchs vorbereiten oder sich auf dem Möhrenfeld austoben. Die geballten Carotinbomben mussten aus der heftigen Umklammerung von diversen Unkräutern befreit werden. Leider (oder auch nicht) gab es dabei Verluste in den eigenen Reihen, die jedoch mit einem Happs vergessen waren. Wer jetzt denkt, so ein Nachmittag im wogenden Karottengrün sei nur ein Genuss für den Magen: Weit gefehlt! Ein paar Meter weiter legte eine Gruppe Nacktradler eine wohlverdiente Bierpause ein und bot damit einen befreienden Anblick.

Loslassen fiel am Ende des Tages wie immer schwer. Fest geplant war der Zug um 15.30 Uhr nach Dresden. Dann kam eine Runde auf dem Traktoranhänger und ein Wettbewerb im Silageweitwurf dazwischen. Nicht so schlimm. Der Zug um 16.30 Uhr reicht ja noch. Die eine Möhrenreihe noch bis zum Ende - 17.30 Uhr fährt auch noch ein Zug. Nur noch kurz das Netz über die Möhren feststecken. 18 Uhr: Hat noch jemand Platz im Auto?   

 

von Anne K.

Weitere Bilder anzeigen Bilder ausblenden

Die Hochstapler vom Dienst

23. Mai 2017

Ein neuer Samstag. Ein neuer Mitmachtag auf unserem Hof.

Diesmal wurde dafür gesorgt, dass ihr in ein paar Wochen euren Feierabend bei sommerlichen Temperaturen mit einem schönen Ratatouille aus Paprika, Tomaten und Auberginen genießen könnt. Die mediterranen Kräuter dazu stehen auch schon in den Startlöchern. Nur um Olivenöl müsst ihr euch selbst kümmern.

Außerdem wurde ein neuer Hofrekord in der Disziplin „Wie viel Kilo Silage können von Menschenhand und ohne Doping auf einen Traktoranhänger geschichtet werden“ aufgestellt. Welch ein Glück, dass wir für diese Herausforderung Philipp gewinnen konnten, der sich seit seiner Kindheit mit unzähligen Stunden Tetris auf diesen Moment vorbereitet hat. Auch der Rest des Teams trotzte heldenhaft den schwierigen Windverhältnissen - verbunden mit Silage im Haar, in den Augen und im Mund – und der dominanten Geruchskulisse. Was bleibt am nächsten Morgen ist Ruhm, Stolz und Muskelkater.        

Wen ich bis hierhin noch nicht für die Mitmachtage begeistern konnte, sei Folgendes verraten:
Die Hängematte wurde aus ihrem langen Winterschlaf geweckt und baumelt nun einladend im Schatten himmelhoher Nadelbäume. Vielleicht lasst ihr euch aber auch von Henrys Backqualitäten locken. Mal so eben einen Viererlei-Rhabarber-Dessert mit extra-dicken Streuseln aus dem Ärmel schütteln? Kein Problem.

Und wem das noch nicht reicht, gerät ganz bestimmt bei der Vorstellung in Verzückung, auf den Knien und mit einer schwedischen Jätefaust bewaffnet durch bis an den Horizont reichenden Zwiebelreihen zu robben, um klitzekleinen Unkräutern den Gar aus zu machen. Diese Art der Meditation ist noch ein Geheimtipp, steht aber bestimmt bald auf dem Programm hiesiger Fitness- und Wellnessstudios. Um den Anschluss an diesen Trend nicht zu verpassen, solltet ihr euch alsbald einen Platz in einem Gratis-Anfängerkurs sichern – immer dienstags, mittwochs und an jedem zweiten Samstag.

 

von Anne K.

Weitere Bilder anzeigen Bilder ausblenden

Liebe und Gemüse

16. Mai 2017

Ich bin Anne und hatte das Glück von April 2015 bis Ende Februar 2017 bei deinHof zu gärtnern und leckeres Gemüse mit anzubauen. Aufgrund von Schwangerschaft bin ich seit März 2017 nicht mehr aktiv auf dem Hof dabei, doch mit dem Herzen weiterhin stark verbunden. Am 6. Mai 2017 habe ich Dirk geheiratet und da konnten wir es uns nicht entgehen lassen deinHof als wunderbare Fotokulisse zu nutzen, denn beim Hoffest 2015 haben sich genau an diesem Ort das erste Mal unsere Wege gekreuzt. Der 6. Mai war auf dem Hof gleichzeitig ein großer Mitmachtag, wo der Folientunnel mit Sommerkulturen bepflanzt wurde und uns unglaublich viele strahlende Gesichter empfingen. Was für ein Geschenk. Das schöne Wetter, die Kulisse, die vielen bunten Menschen und eine super Fotografin haben uns zu sehr schönen Fotos inspiriert ;-). Vielen Dank für die schöne Zeit.
 

von Anne H. geb. D.

Weitere Bilder anzeigen Bilder ausblenden

Martina, Trixi und die Goldmarie präsentieren sich!

8. Mai 2017

Trixi, Goldmarie und Matina sind nur ein paar der Schönheiten, mit denen wir einen frühlingshaften Sonnabend verbringen durften.

Zusammen mit vielen anderen großen und kleinen Helfern haben wir dafür gesorgt, dass jede der Damen den zur Entfaltung ihrer Persönlichkeit erforderlichen Freiraum von 50 cm zur Verfügung hat und es damit unter ihnen nicht zum Zickenkrieg kommen kann. Rundum gut eingepackt in Unmengen von Silage rücken ihnen nun keine ungebetenen Unkräuter auf die Tomatenpelle, die ihnen in der Sonne stehen. Das gibt nur einen unregelmäßigen Teint. Welche Tomate, die etwas auf sich hält, zeigt sich schon gerne mit unschönen Bikinistreifen?

Die Damen mögen uns verzeihen, dass sie zum Teil versehentlich mit einem Bauch gepflanzt wurden. Wir waren zwar sehr um eine schlanke einheitliche Linie bemüht, aber auch Tomatenpflanzen lassen sich eben nicht in ein bestimmtes Körperschema pressen. Also, zeigt her eure Kurven, Ladys!

Neben unserem aufopferungsvollen Einsatz unterm Foliendach blieb aber genug Zeit, um auch über Themen zu sprechen, die sich nicht nur um den italienischen Nachwuchs drehten. Sei es mit Nicolas über die französische Präsidentschaftswahl, mit Katja über die Vor- und Nachteile von Wohneigentum und Rezepte für eine gelungene Tomatensauce, mit Manuel über Sauerteigprobleme, mit Solveig über elektronische Französisch-Nachhilfe, mit Juli über den leckeren Inhalt der wöchentlichen Erntekiste und mit Juliane über das Einmaleins eines ordentlichen OP-Knotens.

Um unser leibliches Wohl sorgten sich fleißige Heinzelmännchen und -frauen, die riesige Pfannen, Töpfe und Schüsseln mit warmen und kalten Gemüsegerichten hervorzauberten. Da blieben keine Wünsche offen und kein Magen leer. Gespeist wurde, wie es sich für tüchtige Freizeitgärtner gehört, auf einer Löwenzahnwiese sitzend mit der Sonne im Gesicht.

So lässt es sich leben und arbeiten. Ein schöner Start in den Mai!

 

Anne K.

Weitere Bilder anzeigen Bilder ausblenden
die gepflanzten Tomaten bekommen ihre Stricke zum emporschlängeln

die gepflanzten Tomaten bekommen ihre Stricke zum emporschlängeln

weniger grazil sieht es bei den Paprika Rankhilfen aus - zwischen den Pfosten werden Querstricke gespannt

weniger grazil sieht es bei den Paprika Rankhilfen aus - zwischen den Pfosten werden Querstricke gespannt

Erlebnisse der Bieterrunde von Anne

14. März 2017

Am 5. März 2017 war es endlich soweit. Das Ziel fest vor Augen trotzten ich und mein treues zweirädriges Gefährt der steifen Brise aus Nordwest und kämpften uns Meter um Meter entlang der Elbe an den diesjährigen Austragungsort der deinHof-Festspiele heran. Obwohl ich überpünktlich war, wimmelte es im Casino des Radebeuler Wasaparks bereits vor Menschen mit Schüsseln, Töpfen, Instrumenten, Zweigen, Kindern an der Hand, Kindern am Bauch und lose umherspringenden Kindern.

Bevor ich mir aber nach der morgendlichen sportlichen Herausforderung einen Sitzplatz zum Verschnaufen suchen konnte, wurde ich am Eingang freundlich aber bestimmt von den Anmeldedamen abgefangen. Mit einem Namensschildchen an der Brust und diversen bunten Blättern im Schlepptau ging es nun zur Sitzplatzgruppe meiner Verteilerstation. Das Finden war kein Problem dank künstlerisch gestalteter Hinweiswölkchen. Nachdem ich das liebevoll hergerichtete kulinarische Mitbringsel auf dem vorbildlich strukturierten (vegetarisch herzhaft, vegan herzhaft, nicht vegetarisch herzhaft, vegetarisch süß, vegan süß) Buffet untergebracht hatte, hieß es abwarten, Menschen beobachten und den schönen Celloklängen lauschen.

 

Das offizielle Programm begann Schlag 10 Uhr mit einer ruhigen Minute zum Ankommen und gemeinsamem Singsang zum Aufwärmen. Danach wurden die Namen und Gesichter der fleißigen guten Geister im bürokratischen Hintergrund des Projektes vorgestellt und mit wohlverdientem Beifall bedacht. Henry nutzte die Gelegenheit am Mikrofon, um deutlich zu machen, was ihm auch in diesem Jahr am Wichtigsten ist: Das Interesse an dem Projekt. Mitglieder und Nichtmitglieder sind daher an den Mitmachtagen auf dem Hof immer gerne gesehen, immer willkommen und immer ein erfreulicher Anblick.

Das Projekt lebt vom Miteinander und Füreinander. Miteinander bieten, arbeiten, feiern, lernen, reden, Probleme sehen, Lösungen finden, in die Zukunft schauen und die Welt gestalten. Füreinander einstehen, da sein, Verantwortung übernehmen und in die Bresche springen. Das i-Tüpfelchen ist die gemeinsame Freude an leckerem, gesundem und vielfältigem Obst, Gemüse und Getreide.

 

Nach der ersten Bieterrunde wurde das reichhaltige Buffet mit großem Appetit, aber in einer vorbildlichen Schlange wohl geordnet gestürmt. Drängeln und Schubsen war auch gar nicht nötig. Es war für jeden Geschmack, jeden Hunger, jede Allergie, jede Vorliebe und jede Abneigung etwas dabei – und davon mehr als genug. Eine Schüssel bunten Salates im Schoß, ein Saxophon-Duo im Ohr und nette Gespräche – so lässt es sich vorzüglich speisen.

 

Nicht so leicht verdaulich waren dagegen sowohl das Ergebnis der ersten als auch der zweiten Bieterrunde. Doch aller guten Dinge sind drei. Und so konnte am frühen Nachmittag froh und mit Erleichterung verkündet werden, dass das Budget auch für das kommende Jahr gesichert, ja sogar übersichert, ist.

 

Das Miteinander und Füreinander geht also in eine neue Runde und ich bin gespannt darauf, was es für Herausforderungen – sowohl sonnige als auch schattige – für uns alle bereithält.

 

Anne - Mitglied bei deinHof

Erlebnisse der Bieterrunde von Dorit

14. März 2017

„Will niemand singen, so sing aber ich, über Berg und Tal hört man den Schall.“

 

Auch wenn der Kanon zum Abschluss der diesjährigen Bieterrunde noch etwas holperig daherkam, so konnte man sich am Sonntag wieder davon überzeugen, dass das Projekt Früchte trägt und der Schall durch das (Elb)Tal gehört wurde.

 

Zu den im letzten Jahr 130 Ernteanteilen sind 10 dazugekommen. Statt den bisher 2 Hektar stehen ab diesem Jahr 4 Hektar zur Verfügung. Das sind mehr Leute, die mitmachen, das ist aber auch mehr Platz für mehr Gemüse und mehr Ruhefläche für nachhaltiges Bewirtschaften.

 

Henry beginnt das Zusammenkommen mit dem Gongschlag und gibt uns eine Minute Zeit, nochmal innezuhalten – anzukommen. Zeit zum kurzen Nachdenken, warum man/frau sich, warum ich mich, auch im vierten Jahr wieder auf ein neues Jahr einlasse.

Es ist natürlich das viele frische und schmackhafte Gemüse, das jetzt mit dem Postelein langsam anfängt und übers Jahr weiter anwachsen wird und für mich immer den Höhepunkt in den üppigen Tomatenlieferungen im Hochsommer findet.

Aber es ist auch, wie es Chelo später sagen wird, der solidarische Gedanke und das Wegbleiben von  Profitwünschen und Wachstumsbestrebungen. Es ist die stückweise Rückeroberung meines Essens – andere nennen es Ernährungssouveränität und das Bewusstsein, dass der Erde in Radebeul nichts Böses geschieht, dass alles gedeihen darf ohne Chemie und ohne Maßgabe und dass es auch Ruhe und Erholung für den Acker gibt.

 

Es folgt ein kurzer Rückblick, wer letztes Jahr alles gegärtnert hat. Unermüdlich und beständig Lisa und Henry, die Gründerinnen und dicken Säulen des Projektes. Nicolas, der letztes Jahr seine letzten Ausbildungsmonate bei deinHof angetreten hat und seit letzter Woche „fertiger“ Gärtnert ist. Anne, die jetzt erst mal Mutter wird, Albrecht, der bis Dezember mithalf und jetzt einen eigenen Hof hat, der Praktikant Martin und Priscilla, die als Praktikantin startete und nun seit Herbst ihre Ausbildung bei deinHof macht, der FÖJler Thorben, Marica als Betriebshelferin.

 

Neu hinzukommen dieses Jahr werden Steffi als neue Gärtnerin, wieder zwei Praktikantinnen, Lars, der bei der Gemüseverteilung unterstützen wird, Markus, der im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes sich etwas mehr um den Bürokram kümmern wird und wer weiß schon, wer übers Jahr noch den beruflichen Weg nach Radebeul finden wird.

 

Es gibt eine Fragerunde, in der verschiedene Menschen erzählen, wie sie das letzte Jahr erlebt haben. Wolfgang von der Streuobstwiese, Luise wie ihre Verteilstation funktioniert, andere Menschen, wie man ein Fest vorbereitet, das ‚internes@dein-hof‘-Postfach bearbeitet wird, sich die Mitmachtage gestalten. Wichtig ist Henrys Wunsch nach mehr Interesse und Verbindlichkeit. DeinHof ist keine Gemüsekiste. DeinHof bist Du, es sind Deine Pflanzen, Dein Acker – also komm raus und schau nach. Bei der Frage, wer denn in den letzten Jahren in Radebeul mitgeholfen hat, stehen zwei Drittel von den Stühlen auf. Ich wundere mich ein bisschen, dass da nicht der ganze Saal steht.

 

Ähnlich wird es bei den Bieterrunden. Erst im dritten Anlauf schaffen wir's. Ich bin enttäuscht.

Nach der ersten Runde fehlten 8.000 €! Wie kann das sein? Der monatlich nötige Beitrag liegt dieses Jahr bei 85 €, trotz Erhöhung des Gärtnerlohns, leichten Kostenanstiegs für Mehl und Kartoffeln, Obst-Kooperation und dank guten wirtschaftens nur 4€ mehr als letztes Jahr.
Warum braucht es drei Runden, bis alle die Geldbörse so weit aufmachen, dass die Gärtner ordentlich bezahlt werden können und Geld für den laufenden Betrieb da ist? In meiner Naivität hatte ich gedacht, wir schaffen es bereits in der ersten Runde.

 

Aber so ist das wohl. Bevor wir zum ersten Mal bieten, stellt Dirk noch Abrechnung 2016 und Budget 2017 vor. Dann geht es in die Mittagspause.

 

Gesättigt von all den leckeren Dingen auf dem Buffet starten wir in die zweite Runde. Die Zeit der Auszählung überbrücken Florian und Juli und werben eindringlich für die Mitarbeit am Projekt bzw. für die einzelnen Aufgaben, die alle wichtig und notwendig sind, um den Acker am Laufen zu halten. Hier ist dringend Beteiligung erwünscht.

 

Dann kommt die dritte Runde. Um hier die Auszählung zu überbrücken, hatten wir zum ersten Mal bei einem Bieterrundentreffen eine halbe Stunde Zeit, für uns als Verteilstation - um uns etwas näher kennenzulernen, die Neuen zu begrüßen und einzelne Fragen oder Änderungswünsche anzudiskutieren. Das hätte aus meiner Sicht ruhig länger sein können und die Mittagspause dafür etwas kürzer. Ein wichtiger und richtiger Punkt.   

 

Danach wurde das Ergebnis der dritten Runde bekanntgegeben. Aufatmen meinerseits. Mit dem eingangs erwähnten Kanon wurden wir noch einmal zur Gemeinschaft und auch wenn wir ihn in Moll gesungen haben – so liegt doch ein neues Jahr vor uns, mit jeder Menge gutem Gemüse, das auf uns warten wird. Ich freu mich sehr drauf und vielleicht klappts ja im nächsten Jahr beim ersten Mal.

 

Dorit - Mitglied bei deinHof